25. Mai 2011
Rede und Redebeitrag zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Wir haben heute früh schon über Schulformen debattiert, die man nicht als solche bezeichnen kann. Die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren gehört dazu. Das ist auch nicht mehr zu heilen, weil Grundvoraussetzungen dagegen stehen. Niemand hat mir bisher erklären können, warum die verkürzte Zeit zum Abitur pädagogisch sinnvollsein soll. Allein das Argument der Wettbewerbsfähigkeit kann es nicht sein. Schon die Vorgabe der Kultusministerkonferenz von 265 Stunden führt zu großen körperlichen und seelischen Belastungen für die Schülerinnen und Schüler. Bis zu 36 Wochenstunden im Bereich der Sekundarstufe I sind Wahnsinn. Wir rauben den Schülerinnen und Schülern einen Teil ihrer Kindheit. Herr Minister Althusmann hat heute früh gesagt, wenn man die Abiturienten fragt, die jetzt fertig sind, dann seien alle für das Turboabitur. Diese Abiturienten haben diese unnötigen Mühen nun auch hinter sich. Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler aus den Besuchergruppen. Wie viele haben vorher aufgegeben?